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Was ist passiert?
 
Aktionsstand der KJF Fulda gegen rechts

Im Rahmen der bundesweiten Kampagne „Unsere Welt ist bunt“ setzten die Jugendfeuerwehren im Landkreis Fulda ein deutliches Zeichen und bezogen öffentlich Position gegen Rechtextremismus und entsprechendes Gedankengut. Hintergrund war der bundesweite Aufmarsch der NPD und anderer rechtsextremer Kräfte im November in der Domstadt Fulda.

 

Nachdem es dort im Vorfeld nicht gelungen war, die Veranstaltung durch einen Gerichtsbeschluss zu untersagen, hatten zahlreiche Verbände, Parteien, Kirchen, Gewerkschaften und soziale Einrichtungen zu einem breiten Aktions bündnis gegen die rechte Szene in Fulda und Umgebung aufgerufen. Und so stellte die Kreisjugendfeuerwehr Fulda ihre Teilnahme am Aktionsbündnis unter das Motto „Unsere Welt ist bunt – nicht braun!“

 

Auf dem Fuldaer Universitätsplatz waren zahlreiche Infostände aufgebaut, die deutlich machten, dass die Menschen in der Stadt und in der Region keine Neonazis dulden. Dies wurde auch im Rahmen der Kundgebung sowie bei verschiedenen Vorstellungen auf einer Aktionsbühne deutlich gemacht. Mit einem eigenen Infostand zeigte auch die Kreisjugendfeuerwehr Fulda Flagge gegen Rechts und stellte dabei die bundesweite Jugendfeuerwehr-Kampagne „Unsere Welt ist bunt!“ in den Mittelpunkt. Hier wurde auch verdeutlicht, dass in den Jugendfeuerwehren und Feuerwehren kein Platz für rechte Gruppierungen ist.

 

Die Passanten konnten sich über die demokratische Struktur und die zukunftsweisende Arbeit in den Jugendfeuerwehren informieren. Aber auch Plakate, Flyer, Buttons und andere Materia lien der Kampagne fanden – quasi als Zeichen der Solidarität – entsprechende Abnehmer.

 
Auch in Fulda: Multiplikator/innen-Training

Im Rahmen der Kampagne „Unsere Welt ist bunt“ fand am Wochenende vom 05. – 07.12.2009 im Feuerwehrmuseum in Fulda ein Seminar für Multiplikatoren/innen der Jugendfeuerwehren statt. Am Freitag reisten die 19 Teilnehmer/innen an. Auf dem Programm standen zunächst das gegenseitige Kennenlernen, sowie die Erwartungen an das Seminar. Jürgen Schlicher von „Diversity Works“ erklärte am zweiten Seminartag die Hintergründe und Formen von Stammtischparolen.

 

Als Übung bestand u.a. die Aufgabe darin, verschiedene Szenarien auszuprobieren um die Gesprächsführung sowie die Argumentationslinien zu analysieren um darauf geeignete Gegenpositionen zu erarbeiten. „Wenn wir schon mal hier sind…“ dachten sich einige Teilneh-mer/innen und so entschieden wir uns für eine gemeinsame Führung durch das Feuerwehrmuseum.

 

Am Sonntag zeigte der Seminarleiter anhand von Videomaterial, wie Vorurteile das eigene Han-deln beeinflussen und wie sich dies auf andere Menschen auswirkt. (vgl.: http://eyetoeye.org). Nach dem Mittagessen begann die Abreise, Adressen wurden ausgetauscht und Gruppenbilder aufgenommen.

 

Für Interessierte gab es noch eine kleine Extraführung durch den Anbau des Museums, in dem sich viele ältere Feuerwehrfahrzeuge befinden. Alles in allem eine gelungene Veranstaltung. Sowohl die Teilnehmer/innen als auch die Begleitung durch Schlicher aber ganz besonders die Gastfreundschaft des Feuerwehrmuseums machten das Seminar zu einem interessanten und besonderen Erlebnis.

 

 
Multiplikator/innen-Training in Berlin

Vom 07.09. – 09.11.2009 hat die DJF in Berlin ein "Training" für Multiplikatoren/Innen zur Prävention gegen Fremdenfeindlichkeit durchgeführt.  18 Teilnehmer/Innen aus ganz Deutschland waren mit von der Partie. Zunächst haben die Jugendgruppenleiter/Innen ihre Erfahrungen zum Thema "Umgang mit rechtem Gedankengut" ausgetauscht. Referent Ricardo Taschke von der marzahn-hellersdorfer Koordinierungsstelle „polis“ erklärte den Interessierten in der Folge die Hintergründe und Formen von Rechtsextremismus, die Styles und Codes der Szene, sowie Musik der Nazis. Ziel war es, die Teilnehmer/Innen zu sensibilisieren und ein schnelles Erkennen zu ermöglichen sowie Handlungsoptionen aufzuzeigen. 

 

Eine Übung: Verschiedene Bilder unter anderem mit Kleidungsstücken, Aufklebern und Plakaten in die Kategorien "rechtsextrem" und "nicht rechtsextrem" einzusortieren. Zudem mussten vier Freiwillige Anträge vor der Gruppe stellen und erklären, die in Bezirksparlamenten von Berlin tatsächlich von der NPD in der Vergangenheit schon genau so gestellt wurden. Hier wurde besonders die menschenverachtende Haltung dieser Vereinigung klar und mit welchen Themen und Argumenten sie versuchen, auf Stimmenfang in der Mitte der Gesellschaft zu gehen.

 

Zum Abschluss ging es vor allem darum, was demokratische Kräfte gegen rechtsextreme Aufmärsche und Aktionen unternehmen können. Dabei haben die Teilnehmer/Innen viel Kreativität und interessante Ideen entwickelt.  "Alles in allem eine gelungene Veranstaltung", resümiert Bildungsreferent Sven Gramstadt. Er und Nastassja Nefjodov, Referentin für "Jugendfeuerwehren strukturfit für Demokratie" haben das "Training" seitens der Deutschen Jugendfeuerwehr begleitet.

Gedenkstättenseminare in Buchenwald

Seminar in BuchenwaldSeminar in Buchenwald

Buchenwald (Thüringen) - Ein historischer Ort, das ehemalige Konzentrationslager Buchenwald. Eigens für die Integrationskampagne richtetet die Gedenkstätte Seminare für Jugendgruppenleiter/Innen und Interessierte aus. Ziel war es, die Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus und seine Folgen zielgerichtet zu unterstützen. Den Feuerwehrangehörigen wurde ein selbständig entwickeltes und reflektiertes Geschichstbewusstsein vermittelt, das an der Realisierung der Menschenrechte und der Verantwortung für das eigene Handeln orientiert ist.

 

Im Mittelpunkt stand die Auseinandersetzung mit dem Thema Fremdenfeindlichkeit und die Verbindung mit der Jugendfeuerwehr, wie z.B. „Wie kann ich mit einer Jugendgruppe einen Besuch einer Gedenkstätte durchführen, sowie vor- und nachbereiten?“ Der Besuch der Gedenkstätte hinterließ bei jedem einen nachhaltigen Eindruck. Das führte zu regen Diskussionen und einer guten Verarbeitung des Erlebten.

 

 
"Bunter" Delegiertentag in Uelzen

Uelzen – Der Delegiertentag der Deutschen Jugendfeuerwehr (DJF) im niedersächsischen Uelzen stand ganz im Zeichen der Integrationskampagne. Den Startschuss gab ein Theaterstück einer Jugendfeuerwehr. Mit Szenen eines alltäglichen JF-Treffens wurden speziell die Integrationsthemen der Jugendorganisation aufgezeigt: „Vielfalt und Toleranz“, „Jugendliche mit Handicap“, „Homosexualität in der Feuerwehr“, „Integration in die Einsatzabteilung“ und „Jugendliche mit Migrationshintergrund“. Danach ging es mit Workshops weiter, in denen die Teilnehmer inhaltliche Schwerpunkte zur Integrationskampagne „Unsere Welt ist bunt“ erarbeiteten.

 

 
Zu Gast bei Bundesjustizministerin Dr. Brigitte Zypries

Bundesjustizministerin Brigitte Zypries mit drei Jugendlichen der Jugendfeuerwehr / Foto: P.ConradBundesjustizministerin Brigitte Zypries mit drei Jugendlichen der Jugendfeuerwehr / Foto: P.Conrad

Berlin - Am 23. & 24. August 2008 veranstaltete die Bundesregierung einen Tag der offenen Tür. Im Rahmen der Kooperation mit dem Bündnis für Demokratie und Toleranz beteiligte sich die Deutsche Jugendfeuerwehr (DJF) an einer Aktion im Bundesjustizministerium.

 

Besonderes Interesse an dem Projekt der Deutschen Jugendfeuerwehr zeigten Bundesjustizministerin Brigitte Zypries und Staatssekretär Lutz Diwell, die sich sowohl über „Unsere Welt ist bunt“ als auch über Feuerwehr und Jugendfeuerwehr allgemein informierten. Jugendliche der Jugendfeuerwehr Brandenburg kümmerten sich im Innenhof des Ministeriums um die kleinen Besucher. Die Kinder hatten viel Spaß beim Brückenspiel und den Wasserspielen. Wer wollte, konnte zudem mal eine „eine“ Feuerwehrausrüstung anprobieren – Helm und Einsatzjacke.

 

Am Sonntagnachmittag nahmen die Brandenburger Jugendfeuerwehrleute Chris, Max und David am Bürgergespräch mit der Bundesjustizministerin Zypries teil und konnten ein gemeinsames Foto mit ihr machen.

 

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Bundesinnenminister

beim Museumsfest

Bundesinnenminister Dr.Schäuble am DJF-AktionsstandBundesinnenminister Dr.Schäuble am DJF-Aktionsstand