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Direkt zum Hauptmenü springen Direkt zum Fuß-Menü mit Verweisen zur Suche, Kontakt, etc. springen"Jugendfeuerwehren strukturfit für Demokratie"...
...heißt das Motto des Modellprojektes der Deutschen Jugendfeuerwehr. Gefördert wird das Projekt durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms "kompetent. für Demokratie - Beratungsnetzwerke gegen Rechtsextremismus"
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Deutsche Jugendfeuerwehr beschließt Resolution als klares Signal gegen demokratiefeindliches Verhalten
Die Delegiertenversammlung der Deutschen Jugendfeuerwehr hat am 12. Juni 2010 in Leipzig eine Resolution beschlossen, um sich deutlich gegen die Unterwanderung von Jugendfeuerwehren durch rechtsextremistische Gruppen und Personen zu positionieren.
Die Bundesjugendleitung hat diesen Entwurf auf Grundlage einer einstimmigen Positionierung der Teilnehmer-Länder des DJF-Modellprojekts "Jugendfeuerwehr strukturfit für Demokratie" eingebracht.
Bundesjugendleiter Pit Schäfer hat deutlich gemacht, dass es auch in der Jugendfeuerwehr um den klaren Auftrag geht, demokratische Werte zu vermitteln. "Wir haben insbesondere durch das Kinder- und Jugendhilfegesetz den Auftrag und wir wollen aufgrund unseres Selbstverständnisses unsere Kinder und Jugendlichen zu kritisch denkenden, mündigen und demokratisch denkenden Bürgern erziehen. Diese Resolution ist ein deutliches Bekenntnis und ein öffentliches Zeichen der Deutschen Jugendfeuerwehr für ein tolerantes und zivilcouragiertes Miteinander im Jugendverband."
Interview mit Nastassja Nefjodov - Referentin des Modellprojektes
DJF-Presse: Was steckt genau hinter dem Modellprojekt? 
Nefjodov: "Jugendfeuerwehren strukturfit für Demokratie" ist ein Modellprojekt des Bundes, das durch die Deutsche Jugendfeuerwehr im Rahmen des Bundesprogramms: "kompetent für Demokratie, Beratungsnetzwerke gegen Rechtsextremismus" durchgeführt wird. Es geht dabei darum, im Verband der Jugendfeuerwehr Strukturen zu entwickeln und zu integrieren, die Hilfestellung leisten im Umgang mit rechtsextremistischen Provokationen/Vorfällen und die gegen undemokratisches Gedankengut/Verhalten stärken. Es soll eine systematische und strategische Präventions und Interventionsarbeit ermöglicht werden.
DJF-Presse: Aus welchem Hintergrund heraus schiebt die DJF dieses Projekt an?
Nefjodov: Die rechtsextreme Szene erfährt gerade in vielen ländlichen Regionen einen großen Zulauf. Hier sind Jugendfeuerwehren eine der wenigen, wenn nicht sogar die einzige Anlaufstelle für Freizeitgestaltung von jungen Menschen und damit auch Treffpunkt von Mädchen und Jungen. Die Jugendfeuerwehren sollen mit unserem Projektvorhaben darauf vorbereitet werden, wenn Rechte versuchen, in die Strukturen der Jugendfeuerwehren einzudringen. Mit dem Modellprojekt positioniert sich die Jugendfeuerwehr grundsätzlich gegen die Verankerung rechter Tendenzen. Das Projekt wird angestoßen, da die bisherigen Vorfälle gezeigt haben, dass es an Wissen und Handwerkszeug im Umgang mit rechtsextremistischen Provokationen häufig fehlt.
DJF-Presse: Wie sollen Wissen und Handwerkszeug vermittelt werden?
Nefjodov: Zum einen wird ein Bildungsmodul zur Entwicklung von Wissen und Handlungskompetenzen gegen Rechtsextremismus erarbeitet und der Ausbildung für die Jugendleitercard (JuLeiCa) angegliedert. Zudem wird ein Kommunikationsmodell Entwickelt, mit dessen Hilfe im Krisenfall schnell und effektiv Beratung in Anspruch genommen werden kann.
DJF-Presse: Was bekommen Jugendgruppenleiter/innen dann konkret "an die Hand"?
Nefjodov: Im Bildungsmodul zur JuLeiCa-Ausbildung wird zum Beispiel für rechtsextremistische Symbolik und Taktik sensibilisiert. Darüber hinaus soll auf allen Ebenen der Jugendfeuerwehr das Kommunikationsmodell bekannt sein. Direkt an die Hand bekommen alle Jugendleiter eine "Checkliste", auf der ersichtlich wird, welche Kommunikationswege in einem Krisenfall möglich sind und bei welchen Szenarien welche Kontaktpersonen, inner und außerhalb des Verbandes, bereit stehen.
DJF-Presse: Wie sieht der Startschuss aus, was sind jetzt die ersten Schritte?
Nefjodov: Das Projekt hat im Prinzip mit meinem Arbeitsantritt Anfang Oktober begonnen. Das Modell wird zunächst in drei Pilotländern erprobt: Brandenburg, Hessen, Mecklenburg Vorpommern. Offizieller Startschuss ist die Auftaktveranstaltung am 7./8.12. in Berlin. In einer Klausurtagung kommen die meisten projektrelevanten Experten - Landesjugendwarte, Bildungsreferenten, JuleiCa Trainer - aus den Pilotländern zusammen und werden über die Bedürfnisse in den Ländern, bisherige Aktivitäten, Anknüpfungspunkte für das Modellprojekt, Erwartungen an das Vorhaben, Ideen zum Projekt debattieren, Arbeitsgruppen bilden und Fahrpläne für die Projektlaufzeit entwickeln. In der Erweiterungsphase werden dann drei weitere Bundesländer eingebunden.
Demokratie- partner
Internetseite der JF Brandenburg zur Beratung im Umgang mit NICHTDEMOKRA- TISCHEN VORFÄLLEN in Jugendfeuer- wehren.







