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Berlin - Das Stadtteil-Modell aus Pappe, Mosaikfliesen und Modellbaumaterialien der Jugendfeuerwehr Olvenstedt hat den Ideenwettbewerb „Visionen für Regionen“ gewonnen. Die feierliche Preisverleihung fand am Freitag, den 27. März im Rahmen der Jugendkonferenz „Perspektive Land!“ in Berlin statt.
Das Kunstwerk trägt den Titel „Neues Leben in alter Platte“ und zeigt große Plattenbauten im Abrissstadium, die einer grünen, hellen Wohnanlage weichen. Sauberes Wasser in einem See, gepflegte Grünflächen, eine Kirche und überschaubare Gehwege – Laudator Bischof Axel Noack lobte das Modell als eine „Vorlage für Städteplaner, die schöner und präziser nicht sein könnte“.
Für ihre kreative Auseinandersetzung mit der Frage: „Was müsste sich ändern, damit junge Menschen in Zukunft gerne in ihrer Heimat bleiben oder in diese wieder zurückkehren?“ bekamen die Jugendlichen aus Sachsen-Anhalt den mit 1.500 Euro dotieren 1. Preis verliehen.
Auf Platz 5 landete auch eine Jugendfeuerwehr: Die JF Wendehausen aus Thüringen!
Die Pressemitteilungen zum Download:
Jugendliche entwickeln Visionen für Ostdeutschland
Die Politik muss sich stärker für junge Menschen öffnen: Jugendliche sollten weniger als Problem wahrgenommen werden, der Fokus sollte sich vielmehr auf ihr Engagement und ihre Potenziale richten – das ist eines der zentralen Ergebnisse der Jugendkonferenz „Perspektive Land!“, die am Wochenende 100 Jugendliche und junge Erwachsene vor allem aus der Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland, der Deutschen Jugendfeuerwehr, dem Bund der Deutschen Landjugend, der Katholischen Landjugendbewegung Deutschlands sowie der Deutschen Sportjugend zusammengeführt hatte. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sprachen sich für eine positive Wahrnehmung der Arbeit aus, die sie ehrenamtlich in ihren Verbänden leisten. Vor allem in den ländlichen Gebieten Ostdeutschlands sollten die Zugangs- und Teilhabemöglichkeiten verbessert werden, beispielsweise durch Fahrdienste oder Nahverkehrsangebote. Wenn pluralistische Angebote stärker unterstützt würden, könnten Aktivitäten rechtsextremer Gruppen effektiver verdrängt werden.
Die Stiftung Demokratische Jugend hatte gemeinsam mit den fünf Jugendverbänden zur Tagung geladen, um Wege, Strategien und Konzepte zu entwickeln, wie junge Menschen aktiv am Gemeinwesen partizipieren und auf diese Weise mithelfen können, die Zivil¬gesellschaft zu stärken. Die Schirmherrschaft für die Konferenz hatte Bundesministerin Ursula von der Leyen übernommen.
In mehreren Workshopeinheiten arbeiteten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer unter anderem zu den Themen Bildung, Demografischer Wandel, individuelle Engagementformen, Handlungsmöglichkeiten gegen Rechtsextremismus und Kooperationen. In den Arbeitsgruppen wurde deutlich, dass die Jugendlichen Verantwortung übernehmen und ihre Zukunft aktiv mitgestalten. „Ich bin hier, um zeigen, dass junge Leute nicht nur an der Bushaltestelle abhängen. Was wir in unserer Freizeit leisten, sollte deshalb stärker öffentlich wahrgenom¬men und gewürdigt werden“, fasste ein Teilnehmer die Stimmung zusammen.
Die sechs Organisatoren der Veranstaltung zeigten sich sehr zufrieden und waren vor allem vom hohen Engagementpotenzial begeistert. Die Ergebnisse der Jugendkonferenz werden sowohl in die Verbände als auch in den politischen Raum getragen. Eine Ergebnisdokumentation der Jugendkonferenz wird unter http://www.jugendstiftung-perspektiven.org bereitgestellt.
Hintergrund der Jugendkonferenz sind die aktuellen Herausforderungen für freiwilliges Engagement vor allem in den ländlichen Gebieten Ostdeutschlands, die von Abwanderung und demografischer Entwicklung am stärksten betroffen sind. Mit der Einrichtung der Koordinierungsstelle „Perspektiven für junge Menschen“ befasst sich die Stiftung Demokratische Jugend schwerpunktmäßig mit Fragen der Abwanderung vor allem junger Menschen aus den neuen Bundesländern und der Entwicklung neuer Handlungsansätze.



