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Delegiertenversammlung in Berlin

Deutsche Jugendfeuerwehr wählt Heinrich Scharf einstimmig zum Bundesjugendleiter

Berlin - Die Delegiertenversammlung der Deutschen Jugendfeuerwehr hat den Amberger Heinrich Scharf zum neuen Bundesjugendleiter gewählt. Der bisherige Stellvertreter hat die Funktion bereits kommissarisch 2014 übernommen und steht nun bis zur turnusmäßigen Neuwahl im Spätsommer 2017 in Falkensee an der Spitze des Jugendverbandes der Feuerwehren mit einer viertel Million Mitgliedern.

Seit 2009 ist Heinrich Scharf stellvertretender Bundesjugendleiter. Der 52-jährige Verwaltungsangestellte aus Bayern erhielt bei der Wahl 173 Stimmen der 173 Delegierten. Der gewählte Bundesjugendleiter dankte für das überwältigende Ergebnis und betonte den Zusammenhalt und die Einheit der Mitglieder der Deutschen Jugendfeuerwehr auch in schwierigen Zeiten. "Wir haben unsere Deutsche Jugendfeuerwehr wieder auf einen guten und sicheren Kurs gebracht", so Bundesjugendleiter Heinrich Scharf. "Wir stehen weiterhin vor großen Herausforderungen. Insbesondere eine angemessene und motivierte personelle Ausstattung, hauptamtlich und ehrenamtlich, ist wichtig, um unseren Aufgaben als eigenständiger und leistungsfähiger Jugendverband nachzukommen. Daran werden wir im kommenden Jahr mit Tatkraft arbeiten."

Der Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes, Hartmut Ziebs, dankte Heinrich Scharf für seinen bisherigen Einsatz und freut sich auf die weitere Zusammenarbeit. Er hob die Bedeutung der Jugendarbeit für das Feuerwehrwesen heraus und rief den Delegierten zu: "Lasst uns gemeinsam die Zukunft gestalten".

Auch inhaltlich wurden während der Versammlung Akzente gesetzt. Über die wichtige Bedeutung der internationalen Jugendarbeit mit dem Partner in Russland tauschten sich Akteure der deutsch-russischen Jugendarbeit mit der Beiratsvorsitzenden des Deutschen Feuerwehrverbandes und Leiterin des Moskau-Büros der Konrad-Adenauer-Stiftung, Bundesministerin a. D. Claudia Crawford, aus.

Darüber hinaus haben sich die Vertreterinnen und Vertreter aus den über 18.000 Gruppen mit der Inklusion in ihrer Organisation beschäftigt. Der Impulsreferent Thomas Höchst hat aufgezeigt, wie einfach Kinder und Jugendliche mit Handicaps in die Jugendarbeit integriert werden können.

Die Delegiertenversammlung hat die fachliche Arbeit der DJF verändert. Die bisherigen Fachausschüsse "Jugendpolitik", "Mädchen- und Jungenarbeit" sowie "Integration" wurden einstimmig zum gemeinsamen neuen Fachausschuss "Jugendpolitik und Integration" zusammengefasst. Für die Leitung wurde Willi Donath aus Hessen mit 170 Stimmen gewählt.