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Übertritt - Stuttgarter Jugendfeuerwehr beim Vielfaltstag

Übertritt - Stuttgarter Jugendfeuerwehr beim Vielfaltstag

Jugendleiter/innen aus der Stuttgarter Jugendfeuerwehr haben sich im Rahmen des DJF-Vielfaltsprojekts „Im Tandem durch die bunte Welt“ im Oktober zum dritten Mal getroffen. „Übertritt“ und „Vielfalt“ waren ihr Thema. Zunächst führten die Jugendleiter/innen eine Bestandsaufnahme durch, wie sich die Übertritts-Situation von der Jugendfeuerwehr in die Einsatzabteilung an den einzelnen Standorten darstellt. Dabei konnten sie herausarbeiten, dass es im freiwilligen Engagement auf die Motivation ankommt und die Jugendlichen begleitet sowie unterstützt werden müssen, um einen erfolgreichen Übertritt leichter zu realisieren. Ausgewertet haben die Teilnehmer/innen dabei, was sie selbst motiviert und was allgemein die Ehrenamtlichen anspornt sich für die Gemeinschaft einzusetzen. Die Motive, die sie dafür nannten waren u.a. regelmäßige Treffen, Förderung anderer und Spaß haben.

Die Jugendlichen sind verschieden, auch die Jugendleiter/innen und Einsatzkräfte sind heute heterogener als früher. Zudem existieren unterschiedliche Engagement-Typen, die sich (nach dem Freiwilligen Report) mittlerweile herauskristallisiert haben. Es gibt hier eher Helfer, Pflichtbewusste Macher sowie Gestalter und Selbstbezogene. Bei Vielfalt kommt es darauf an, die unterschiedlichen Interessen und Fähigkeiten wahrzunehmen, um diese entsprechend sowie gezielt einzusetzen. Dies fördert die Motivation und bindet die Jugendlichen langfristig ein.

Die traditionelle Rekrutierung in der Jugendfeuerwehr nimmt ab. Oft waren mehrere Generationen von Familien in den Freiwilligen Feuerwehren vertreten. Dies hat sich aus verschiedenen Gründen inzwischen geändert. Heute werben Jugendlichen aus der Jugendfeuerwehr bei ihren Freunde oder Klassenkameraden. Durch sie werden sie angesprochen und an die Jugendfeuerwehr herangeführt. Diese Art der Mitgliederwerbung wird immer erfolgreicher. Hier ist eine Vielfalt oft gleich mitgegeben. Doch damit unterschiedliche Jugendliche auch bleiben, braucht es eine Willkommenskultur, die gekennzeichnet ist von Aufmerksamkeit und Veränderungswille. Dies gilt für die Jugendfeuerwehr, als auch für die Erwachsenenbereiche.

Die Jugendleiter/innen aus Stuttgart haben sich während des Vielfaltstags vorgenommen, konkret den Übergang besser zu gestalten. Dabei haben sie sich mit drei Ideen auseinandergesetzt: Leitfaden, gemeinsame Aktionen und Patenschaften. Dazu haben sie Ideen entwickelt und skizziert. Nun sollen weitere Schritten angegangen werden.

Der stellvertretende Stadtjugendfeuerwehrwart, Matthias Neef, ist bereits das dritte Mal dabei und freut sich, dass die Teilnehmenden wieder Ideen und Anregungen für die Praxis mitnehmen konnten. Bevor die Ideen in die Tat umgesetzt werden, reist er aber erst einmal mit fünf Kameraden/innen nach Berlin, um sich mit den Mitwirkenden anderer Vielfaltsprojekte zu treffen und auszutauschen.

Teilnehmer/innen vor dem Stuttgarter Stadtpanorama.
Zwei Teilnehmer führen eine Übung durch, ohne die Balance zu verlieren - Ein Sinnbild für Zusammenarbeit.
Ute Latzel stellt die Eregnisse des "Freiwilligen Reports" vor. Wer warum Jugendarbeit macht.