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Der Verband

Die Deutsche Jugendfeuerwehr (DJF), die am 31. Oktober 1964 in Berlin gegründet wurde, ist die Gemeinschaft der Jugend innerhalb des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV). Bereits Jahrzehnte vor der offiziellen Gründung gab es in Deutschland vereinzelt Jugendfeuerwehren, die Erste erwähnt im Jahre 1882 in Oevenum auf der Insel Föhr.

Zur Zeit zählt die DJF bereits zirka 18.100 Jugendfeuerwehren mit über 245.000 Jugendlichen (davon etwa 60.000 Mädchen), die sich auf Kreis-, Landes-, sowie Bundesebene zusammengeschlossen haben. Die Jugendfeuerwehren basieren auf dem Prinzip der Freiwilligkeit und arbeiten selbstständig nach einer eigenen Jugendordnung. Sie sind dabei nicht ausschließlich eine Jugendorganisation der Feuerwehr sondern praktizieren neben der feuerwehrtechnischen Ausbildung gleichwertig auch freie Jugendarbeit, nach den Richtlinien des Kinder- und Jugendhilfegesetz (KJHG).

Das Eintrittsalter in die Jugendfeuerwehr, sowie das Alter zur Übernahme in die Aktive Wehr richtet sich nach den gesetzlichen Bestimmungen der Feuerwehrgesetze in den einzelnen Bundesländern. Im Durchschnitt liegt das Eintrittsalter bei 10 Jahren, das Übernahmealter bei 17 Jahren.

Die DJF wird durch die Bundesjugendleitung (1 Bundesjugendleiter, 3 Stellvertreter) ehrenamtlich geleitet Die Geschäfte werden hauptamtlich im Bundesjugendbüro der DJF in Berlin durch die Referentin für Jugendarbeit geführt. Weitere Organe der DJF sind die Delegiertenversammlung und der Deutsche Jugendfeuerwehrausschuss. Seit 2001 besitzt die DJF ein Jugendforum zur Umsetzung der Prinzipien der Partizipation. Die inhaltliche Arbeit ist in fünf Fachausschüsse aufgeteilt: Bildung, Jugendpolitik und Integration, Öffentlichkeitsarbeit, Wettbewerbe und Kinder in der Feuerwehr (Projektgrupppe) und werden durch jeweils einen Fachauschussvorsitzenden geleitet. Mannigfache Aktionen zu Themen wie Umweltschutz, Inklusion, Vielfalt und Gender-Mainstreaming, Aktion gegen Gewalt und Ausländerfeindlichkeit sowie für Demokratie uvm. wurden von der DJF durchgeführt und mit zahlreichen Veröffentlichungen/Arbeitsheften begleitet.

Mit dem Lauffeuer besitzt die DJF auch eine eigene Zeitschrift, die neben verbandsinternen Mitteilungen und Berichten auch aktuelle Jugendthemen und Feuerwehr-Fachthemen beinhaltet. Sie erscheint 11 mal im Jahr und hat derzeit eine Auflage von rund 11.500 Exemplaren.

Um bundeseinheitlich die Bildungs- und Ausbildungsarbeit zu gewährleisten hat sich die DJF ein Bildungsprogramm und eine Lehrgangskonzeption gegeben. Hierin wird auf die Interessen und Bedürfnisse der Jugendlichen eingegangen und entsprechende Ziele definiert. In der Lehrgangskonzeption werden vor allem Ausbildungseinheiten aus den Bereichen feuerwehrtechnik, Basten/Werken, Sport und Spiel dargestellt.

Die DJF richtet auf Bundesebene Wettbewerbe aus. Die beiden Siegergruppen beteiligen sich an den Wettbewerben auf internationaler Ebene (CTIF).

Seit ihrer Gründung legt die DJF großes Gewicht auf die Internationale Zusammenarbeit. Kontakte mit vielen Ländern sind entstanden, die durch Partnerschaften und einen regen Austausch gepflegt werden. Internationale Begegnungen von Jugendgruppen werden durch die DJF mit Hilfe des Deutsch-Französischen und Deutsch-Polnischen Jugendwerkes gefördert. Die DJF hat Sitz und Stimme in der Internationalen Jugendleiterkommission des CTIF (Internationales Technisches Komitee für vorbeugenden Brandschutz und Feuerlöschwesen) und arbeitet hier intensiv mit.