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Deutscher Nationalpreis

Im Großen Festsaal des Hamburger Rathauses wurde am 5. Juni 2013 den bundesweit 18.000 Jugendfeuerwehren der Deutsche Nationalpreis 2013 verliehen.

Mit dem Preis würdigt die Deutsche Nationalstiftung das ehrenamtliche Engagement und die gesellschaftliche Integrationsleistung der Jugendfeuerwehren. Stellvertretend für die 245.000 Mädchen und Jungen in den Jugendfeuerwehren nahmen aus jedem Bundesland vier Vertreter an der Preisverleihung teil.

Die Jugendorganisation der Feuerwehr bietet ein vielfältiges Freizeitangebot für Mädchen und Jungen je nach Bundesland bereits ab sechs oder zehn Jahren. Neben dem Kennenlernen der Feuerwehrtechnik stehen dabei vor allem die allgemeine Jugendarbeit mit Sport, Freizeitfahrten sowie sozialen und kreativen Projekten im Mittelpunkt. Die Jugendfeuerwehr setzt sehr stark auf die aktive Mitbestimmung durch die Mädchen und Jungen, um so zur demokratischen Entwicklung und einem offenen gesellschaftlichen Miteinander beizutragen. Für die deutschen Feuerwehren ist die Jugendfeuerwehr die wichtigste Nachwuchsquelle.

In ihrer Laudatio sagte die Publizistin Dr. Necla Kelek unter anderem: „Mit diesem Preis wird nicht nur der Mut vieler Freiwilliger Feuerwehrleute ausgezeichnet, sondern wir zeichnen uns als Gesellschaft auch selber aus. Denn diese jungen engagierten Menschen verkörpern etwas, was unsere Gesellschaft ausmacht und braucht. Hier übernehmen junge Menschen persönlich Verantwortung, ja riskieren etwas, investieren Zeit und Können, engagieren sich in der Gemeinschaft für die Gesellschaft. Sie verkörpern in der Praxis das, was in Reden beschworen und oft zerredet wird, nämlich dass es sich bei der verfassten Gesellschaft in Deutschland und Europa um eine besondere Form von entwickelter Zivilgesellschaft handelt. Diese sind keine Zweck-, auch keine Not-, sondern eine Wertegemeinschaft.

„Wir freuen uns sehr darüber, dass der Preis an jede Jugendfeuerwehr geht“, bedankte sich Erik Krüger, Bundesjugendsprecher der Deutschen Jugendfeuerwehr im Namen der Kinder und Jugendlichen. „Damit wird ein Zeichen für unser Engagement und das der ehrenamtlichen Betreuer gesetzt, die uns dieses Hobby ermöglichen. Die Jugendfeuerwehren sind der beste Beweis dafür, dass gesellschaftliches Engagement wichtig ist und Spaß macht. Unsere größten Stärken sind die Vielfalt unserer Mitglieder und die zahlreichen Aktivitäten, die Jugendfeuerwehr ausmachen.“

Johann Peter Schäfer, Bundesjugendleiter der Deutschen Jugendfeuerwehr ergänzte: „Wir sind stolz, dass die Deutsche Nationalstiftung mit dem Preis das ehrenamtliche Engagement für und von Kindern und Jugendlichen würdigt. Der Preis trägt dazu bei, dieses Engagement in der Öffentlichkeit noch sichtbarer zu machen und die Wertschätzung dafür zu stärken. Eine funktionierende Gesellschaft braucht soziale Kompetenzen und bindet auch Außenstehende ein, beides lernen die Mädchen und Jungen in den Jugendfeuerwehren. Neben dem Spaß, den sie dort mit Freunden haben, trägt dieses Hobby so zur Persönlichkeitsentwicklung bei und stärkt den gesellschaftlichen Zusammenhalt."

Der Deutsche Nationalpreis ist mit 50.000 Euro dotiert. Die Deutsche Jugendfeuerwehr wird dieses Geld aus Anlass des 50-jähigen Bestehens im Jahr 2014 für die Aufbereitung der Geschichte der Jugendfeuerwehrarbeit in Deutschland nutzen. Zum anderen wird das Preisgeld eingesetzt, um die Jugendfeuerwehren noch bekannter zu machen. Insbesondere die Nachwuchsgewinnung und Imagewerbung ist vor dem Hintergrund des demografischen Wandels für die Jugendfeuerwehr von besonderer Bedeutung.

Die Deutsche Nationalstiftung

Die von Helmut Schmidt 1993 gegründete überparteiliche, unabhängige und gemeinnützige Deutsche Nationalstiftung will das Zusammenwachsen Deutschlands fördern, die nationale Identität der Deutschen bewusst machen und die Idee der deutschen Nation als Teil eines vereinten Europas stärken. Sie veranstaltet internationale Jugendprojekte, Tagungen, Diskussionsforen und vergibt seit 1997 jährlich den mit 50.000 Euro dotierten Deutschen Nationalpreis an Menschen und Institutionen, die sich um die Ziele der Stiftung beispielhaft verdient gemacht haben.